Rea, vervollständige diesen Satz: Wenn ich nicht in der beruflichen Integration tätig wäre, wäre ich……
… vielleicht wie meine Grossmutter Schneiderin geworden und würde heute Kostüme für modernes Tanztheater entwerfen. Oder ich wäre Innenarchitektin. Mich faszinieren schöne, ausgewogene und überraschende Wohnräume – und wie sie Menschen beeinflussen. Oder ich wäre weiterhin Dozentin für Psychologie und Persönlichkeitsbildung.
Von wem würdest du gerne mal gecoacht werden? Und worin?
Gerade letztens habe ich eine Dokumentation über eine ältere Frau gesehen, die zurückgezogen in einer einfachen Berghütte lebt. Sie hat ihren Heimatort nie verlassen und lebt im Einklang mit der Natur. Gleichzeitig besitzt sie viele Bücher über Politik, Kultur, Geografie und Geschichte und erschliesst sich die Welt über das Lesen. Dieser Frau würde ich mich mit offenem Herzen anvertrauen. Ich würde mit ihr über die grossen Fragen des Lebens reden: Was macht ein gutes, glückliches und sinnerfülltes Leben aus?
Was möchtest du noch lernen?
Ich bin ein sehr neugieriger Mensch. Deshalb gibt es vieles, was ich noch lernen möchte. Zum Beispiel würde ich gerne an einem grossen Webstuhl weben. Weil mein Sohn in Mexiko-Stadt lebt, möchte ich ausserdem Spanisch lernen. Und schliesslich würde ich mir gerne das Jonglieren und Akkordeonspielen beibringen.
Wie bist du zum Coaching gekommen?
Wenn ich zurückblicke, war ich schon immer neugierig auf Menschen. Als ich in die Primarschule kam, erschien die Zeitschrift «Spick». Die Rubrik «Leben und Leute» habe ich immer als Erstes gelesen. Auch im Geschichts- oder Lateinunterricht haben mich weniger die Fakten interessiert als die Menschen dahinter. Als ich begann, mich gezielt weiterzubilden, stand für mich immer dieselbe Frage im Zentrum: Wie kann ich Menschen oder Gruppen verstehen und wirksam unterstützen? Lange dachte ich, meine Berufsbiografie sei ein buntes Durcheinander. Irgendwann wurde mir klar: Der rote Faden war immer derselbe – Menschen in ihrer Entwicklung zu begleiten.