Anlässlich des Weihnachtsanlasses unternahm der FAU dieses Jahr einen Ausflug, der die Teams aus Bern, Luzern, Zürich und St. Gallen nach Nottwil führte. Dort besuchten die FAU-Mitarbeitenden am vergangenen Donnerstagnachmittag das Schweizer Paraplegikerzentrum.

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Willkommen geheissen wurden sie von Thomas Wullschleger aus Herzogenbuchsee, der sich vor einigen Jahren bei einem Bikeunfall den fünften Halswirbel verletzte und seither Tetraplegiker ist. Thomas, der heute wieder zu 30 Prozent arbeiten kann, erklärte zunächst die Unterschiede zwischen Paraplegie und Tetraplegie. Dieser ist wesentlich, um zu verstehen, welche Herausforderungen die Patientinnen und Patienten erfahren, wenn sie eine Querschnittslähmung erleiden. Thomas konnte eindrücklich aufzeigen, dass jede Querschnittslähmung ganz unterschiedliche Folgen für das zukünftige Leben der Betroffenen hat.

Grosses Erstaunen weckte die Zahl von 52 Prozent: So viele der Querschnittlähmungen entstehen aufgrund von Krankheiten wie Tumoren oder Infektionen. Nur 48 Prozent sind die Folge von Unfällen. Männer sind vier Mal häufiger betroffen als Frauen. «Unser Vision ist eine Welt, in der Menschen mit Querschnittslähmung ein selbstbestimmtes Leben bei bestmöglicher Gesundheit führen», erklärte Thomas.

Ein Rundgang durch das Paraplegikerzentrum brachte die FAU-Mitarbeitenden zu den hauseigenen Werkstätten, die sich auf Hilfsmittel wie Rollstühle für Para- und Tetraplegiker und auf angepasste Kommunikationsmittel spezialisiert hat. Zudem konnten die Teilnehmenden in einer interaktiven Ausstellung des Paraforums hautnah erleben, wie Para- und Tetraplegiker ihren Alltag meistern.

Eine Parallele zur eigenen Coaching-Arbeit und zur beruflichen Reintegration ihrer Klientinnen und Klienten erkannten die FAU-Mitarbeitenden ebenfalls während des Rundgangs. Die Patientinnen und Patienten des Paraplegikerzentrums erhalten mit dem Angebot von ParaWork die Möglichkeit, direkt vor Ort Einblicke in neue Tätigkeits- und Berufsfelder zu gewinnen. Auf diese Weise können oft bislang unentdeckte Talente und Stärken sichtbar werden.

Nach dem Rundgang servierte das Gastroteam des Paraplegikerzentrums einen Apero mit köstlichen Häppchen und Getränken. FAU-Geschäftsführer Andy Michel stiess mit den Anwesenden auf die Feiertage und das Jahresende an und dankte allen Mitarbeitenden des FAU für ihren grossen Einsatz im zu Ende gehenden Jahr.

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