FAU – das Jahr 2024

Vorwort

Herausforderungen, Chancen und ein gemeinsamer Weg

Liebe Mitglieder, Partner und Unterstützende

Das Jahr 2024 hat uns alle vor besondere Herausforderungen gestellt. Inmitten globaler Unsicherheiten sind wir stolz und dankbar, dass wir nicht nur standgehalten, sondern tatsächlich herausragende Ergebnisse erzielt haben. Unsere Stellenantrittsquoten und die Auslastung übertreffen weiterhin den Sollwert, und die positiven und herzlichen Rückmeldungen unserer Teilnehmenden und Partner erfüllen uns mit tiefer Freude und Motivation. Besonders berührend sind für uns die Erfolgsgeschichten unserer Teilnehmenden. Jede einzelne Geschichte unterstreicht, wie nachhaltige Unterstützung wirklich den Unterschied machen kann.

Die technologischen Entwicklungen, insbesondere im Bereich der KI, verändern die Anforderungen an Fachkräfte rasant. Flexibilität und Agilität sind gefragter denn je. Mit unseren Kursen etwa im Bereich KI oder New Work haben wir ein Bildungsangebot geschaffen, das unsere Teilnehmenden fit für die Arbeitswelt von morgen macht. Damit dies möglich ist, bieten wir auch unseren Mitarbeitenden Workshops und Weiterbildungen zu den aktuellen Themen an und setzen die erlernten Methoden in unseren internen Projekten auch gleich ein.

Zum Jahresende 2024 haben wir wichtige personelle Veränderungen vorbereitet. Die Entwicklungen markieren einen Aufbruch in eine neue Phase unserer Organisation. Mit frischen Impulsen und neuen Perspektiven werden wir unsere Arbeit weiterentwickeln und gezielt auf die sich wandelnden Anforderungen der Arbeitswelt eingehen. Wir sehen darin eine grosse Chance, unsere Programme noch stärker an den Bedürfnissen unserer Teilnehmenden auszurichten, innovative Projekte voranzutreiben und unsere Zusammenarbeit mit Partnern zu intensivieren. Auch in Zukunft wird es entscheidend bleiben, dass wir unseren zuweisenden Stellen weiterhin regelmässig wertvolle Informationen und Kontakte anbieten. Im Jahr 2025 werden wir unsere Ansätze in Kommunikation und Marketing in allen Bereichen neu denken müssen, um weiterhin innovativ und relevant zu bleiben. 2025 steht für uns ganz im Zeichen von Erneuerung, Wachstum und der gemeinsamen Gestaltung einer inklusiven, nachhaltigen und agilen Zukunft.

Ein herzliches Dankeschön gilt unseren unglaublichen Partnern, Mitgliedern, der Geschäftsleitung, dem Vorstand und vor allem unseren Mitarbeitenden. Ihr tägliches Engagement und ihre Leidenschaft sind der Schlüssel zu unserem Erfolg.

Herzlichst, Christine Kaiser, Präsidentin FAU

Vorwort

Herausforderungen, Chancen und ein gemeinsamer Weg

Liebe Mitglieder, Partner und Unterstützende

Das Jahr 2024 hat uns alle vor besondere Herausforderungen gestellt. Inmitten globaler Unsicherheiten sind wir stolz und dankbar, dass wir nicht nur standgehalten, sondern tatsächlich herausragende Ergebnisse erzielt haben. Unsere Stellenantrittsquoten und die Auslastung übertreffen weiterhin den Sollwert, und die positiven und herzlichen Rückmeldungen unserer Teilnehmenden und Partner erfüllen uns mit tiefer Freude und Motivation. Besonders berührend sind für uns die Erfolgsgeschichten unserer Teilnehmenden. Jede einzelne Geschichte unterstreicht, wie nachhaltige Unterstützung wirklich den Unterschied machen kann.

Die technologischen Entwicklungen, insbesondere im Bereich der KI, verändern die Anforderungen an Fachkräfte rasant. Flexibilität und Agilität sind gefragter denn je. Mit unseren Kursen etwa im Bereich KI oder New Work haben wir ein Bildungsangebot geschaffen, das unsere Teilnehmenden fit für die Arbeitswelt von morgen macht. Damit dies möglich ist, bieten wir auch unseren Mitarbeitenden Workshops und Weiterbildungen zu den aktuellen Themen an und setzen die erlernten Methoden in unseren internen Projekten auch gleich ein.

Zum Jahresende 2024 haben wir wichtige personelle Veränderungen vorbereitet. Die Entwicklungen markieren einen Aufbruch in eine neue Phase unserer Organisation. Mit frischen Impulsen und neuen Perspektiven werden wir unsere Arbeit weiterentwickeln und gezielt auf die sich wandelnden Anforderungen der Arbeitswelt eingehen. Wir sehen darin eine grosse Chance, unsere Programme noch stärker an den Bedürfnissen unserer Teilnehmenden auszurichten, innovative Projekte voranzutreiben und unsere Zusammenarbeit mit Partnern zu intensivieren. Auch in Zukunft wird es entscheidend bleiben, dass wir unseren zuweisenden Stellen weiterhin regelmässig wertvolle Informationen und Kontakte anbieten. Im Jahr 2025 werden wir unsere Ansätze in Kommunikation und Marketing in allen Bereichen neu denken müssen, um weiterhin innovativ und relevant zu bleiben. 2025 steht für uns ganz im Zeichen von Erneuerung, Wachstum und der gemeinsamen Gestaltung einer inklusiven, nachhaltigen und agilen Zukunft.

Ein herzliches Dankeschön gilt unseren unglaublichen Partnern, Mitgliedern, der Geschäftsleitung, dem Vorstand und vor allem unseren Mitarbeitenden. Ihr tägliches Engagement und ihre Leidenschaft sind der Schlüssel zu unserem Erfolg.

Herzlichst, Christine Kaiser, Präsidentin FAU

Umzug

FAU Bern – mehr als nur ein Tapetenwechsel

Seit Oktober 2024 ist FAU in Bern an einem neuen Standort: Das frisch umgebaute Büro ist modern, lichtdurchflutet und setzt neue Standards in Funktionalität und Arbeitsqualität. Entstanden ist es in einem intensiven Umbauprozess – geprägt von klarer Vision und viel Flexibilität.

Der bisherige Standort entsprach nicht mehr den Anforderungen einer zeitgemässen Arbeitsumgebung. «Die Räume waren dunkel, die Infrastruktur nicht ideal, die Coachingzimmer ringhörig – und die Anbindung an den öffentlichen Verkehr verbesserungswürdig», erinnert sich Benno Riedmann, Bereichsleiter Dienste, der das Projekt federführend begleitete. Die Suche nach neuen Räumlichkeiten fand schon länger statt, zum Jahresanfang 2024 wurde das Projektteam fündig. Ein Objekt überzeugte besonders: Hell, gut gelegen – der neue Standort an der Murtenstrasse 137A war gefunden.

Neu denken statt neu bauen
Nach Vertragsunterzeichnung im März nahm das Projektteam die ehemals von Sanitas genutzten Räume genauer unter die Lupe. «Sie waren funktional, aber kaum auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten. Uns war schnell klar: Da muss sich einiges ändern», so Benno Riedmann. Unterstützt wurde das Team von Andy May, einem erfahrenen Baumanager, der sich um alles kümmerte – von der Planung und Ausführung über die Einrichtung und IT-Installation bis hin zur Schlüsselübergabe. Das Ziel: maximale Funktionalität bei hoher Kosteneffizienz zu realisieren.

Rückblickend ist der Bereichsleiter Dienste überzeugt: Die Zusammenarbeit mit Andy May war Gold wert. «Dank seiner Erfahrung mit Grossraumbüros erkannte er rasch, wie wir das Budget optimal nutzen konnten – was erhalten bleiben konnte und wo sich Investitionen lohnten.» So wurde etwa der Teppichboden komplett ersetzt und ein grosser Kubus in der Küche entfernt, um den Grundriss offener zu gestalten. Auch bei Materialfragen zahlte sich das Know-how aus – etwa bei der Decke. «Er machte deutlich, dass ein vollständiger Ersatz günstiger und optisch harmonischer war als ein Flickwerk aus Alt und Neu», fasst Benno Riedmann zusammen.

In vier Monaten zum Vorzeigeprojekt
Das neue Büro sollte Austausch ermöglichen, Rückzug erlauben und Coaching in vertraulichem Rahmen bieten. Neben den räumlichen Aspekten mussten auch technische Herausforderungen gemeistert werden – darunter Stromversorgung, Akustik, Lichtkonzept und die Belüftung der Telefonkabinen. Immer wieder waren schnelle, aber durchdachte Entscheidungen gefragt. «Die grösste Herausforderung war, flexibel auf neue Gegebenheiten zu reagieren», so der Projektleiter.

Mit Erfolg: Nach knapp vier Monaten war der Umbau abgeschlossen, der Umzug dauerte nur drei Tage. «Ohne das grosse Engagement aller Beteiligten wäre das nicht möglich gewesen», betont Benno Riedmann. Heute bietet das neue Büro in Bern eine funktionale, freundliche und gut erreichbare Arbeitsumgebung – und gilt als Flaggschiff-Standort von FAU und Vorbild für kommende Projekte.

FAU Bildung

Stärkung digitaler Kompetenzen und persönlicher Entwicklung

2024 – ein Jahr der sich rasant wandelnden Welt und mit ihr unser FAU-Bildungsangebot. Neue Kursleitende, innovative Formate und die konsequente Verknüpfung von Wissen, praxisnahen Inhalten und Digitalisierung prägten das vergangene Jahr.

Unser Fortschritt zeigt sich im breiteren Kursangebot und in seiner inhaltlichen Vielfalt. Trotz unseres verstärkten Digitalisierungsvorhabens bleibt der Mensch im Zentrum unseres Wirkens. In einer digitalisierten Welt sind reale Begegnungen wichtiger denn je; ganz nach dem Motto «Analog ist mein neues Bio». Die Bedeutung persönlicher Entwicklung, souveräner Kommunikation und vielfältiger Gegenwarts- und Zukunftskompetenzen ist gestiegen, um sich in solch komplexen Arbeitswelten zu behaupten.

Erweitertes Kursangebot mit KI-Fokus
Dieser Wandel wurde durch neu eintretende Kursleitende für die Kurse in den Bereichen Verhandlungstechniken und Veränderungsmanagement geprägt. Zudem haben wir eine komplette Neukonzeption des langjährigen und nun neu benannten Kurses zur Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche durchgeführt und den Kurs unter dem neuen Namen zur Optimierung von Online-Profilen neu gebrandet. Des Weiteren wurden vier neue englischsprachige Kurse in unser Portfolio aufgenommen.
Ebenso von Bedeutung war die Weiterentwicklung unserer Kurse im Bereich Künstliche Intelligenz (KI). Aufbauend auf der Einführung in die Nutzung von KI-Tools, wurde das Konzept für einen Fortgeschrittenenkurs zur vertieften Anwendung von KI erarbeitet und ein spezialisierter Kurs zur KI-gestützten Website-Erstellung lanciert – und gleichzeitig die Basis für noch mehr «KI-Akzente» fürs Folgejahr gelegt.

Mehr als Digitalisierung: Persönlichkeitsentwicklung
Doch nicht nur die Digitalisierung treibt unser Wachstum voran. Im Hinblick auf das laufende Jahr steigt das Interesse an persönlichkeitsbildenden Formaten ebenfalls stark an. Vorausschauend wird sich unser Portfolio mit Kursen und Fokus-Coachings, die auch auf den psychologischen und kommunikativen Feinschliff setzen, anpassen.
Natürlich erleben wir auch Herausforderungen. Die Suche nach verheissungsvollen Partnerschaften, die sowohl fachlich, aber vor allem auch menschlich und kulturell zu FAU passen, bleibt ein fortlaufender Prozess. Ebenso verlangt die Abgrenzung unserer vielfältigen Angebote nach intensiver Abstimmung.

Was bleibt, ist eine Bildungslandschaft, die inspiriert, fordert und fördert. Am Beispiel der Digitalisierung wird Fortschritt zur Chance, wenn wir bereit sind, sie menschenzentriert und aktiv zu gestalten. In diesem Sinne blicken wir voller Tatendrang auf das Jahr 2025. Chris Stäubli

FAU Bildung

Stärkung digitaler Kompetenzen und persönlicher Entwicklung

2024 – ein Jahr der sich rasant wandelnden Welt und mit ihr unser FAU-Bildungsangebot. Neue Kursleitende, innovative Formate und die konsequente Verknüpfung von Wissen, praxisnahen Inhalten und Digitalisierung prägten das vergangene Jahr.

Unser Fortschritt zeigt sich im breiteren Kursangebot und in seiner inhaltlichen Vielfalt. Trotz unseres verstärkten Digitalisierungsvorhabens bleibt der Mensch im Zentrum unseres Wirkens. In einer digitalisierten Welt sind reale Begegnungen wichtiger denn je; ganz nach dem Motto «Analog ist mein neues Bio». Die Bedeutung persönlicher Entwicklung, souveräner Kommunikation und vielfältiger Gegenwarts- und Zukunftskompetenzen ist gestiegen, um sich in solch komplexen Arbeitswelten zu behaupten.

Erweitertes Kursangebot mit KI-Fokus
Dieser Wandel wurde durch neu eintretende Kursleitende für die Kurse in den Bereichen Verhandlungstechniken und Veränderungsmanagement geprägt. Zudem haben wir eine komplette Neukonzeption des langjährigen und nun neu benannten Kurses zur Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche durchgeführt und den Kurs unter dem neuen Namen zur Optimierung von Online-Profilen neu gebrandet. Des Weiteren wurden vier neue englischsprachige Kurse in unser Portfolio aufgenommen.
Ebenso von Bedeutung war die Weiterentwicklung unserer Kurse im Bereich Künstliche Intelligenz (KI). Aufbauend auf der Einführung in die Nutzung von KI-Tools, wurde das Konzept für einen Fortgeschrittenenkurs zur vertieften Anwendung von KI erarbeitet und ein spezialisierter Kurs zur KI-gestützten Website-Erstellung lanciert – und gleichzeitig die Basis für noch mehr «KI-Akzente» fürs Folgejahr gelegt.

Mehr als Digitalisierung: Persönlichkeitsentwicklung
Doch nicht nur die Digitalisierung treibt unser Wachstum voran. Im Hinblick auf das laufende Jahr steigt das Interesse an persönlichkeitsbildenden Formaten ebenfalls stark an. Vorausschauend wird sich unser Portfolio mit Kursen und Fokus-Coachings, die auch auf den psychologischen und kommunikativen Feinschliff setzen, anpassen.
Natürlich erleben wir auch Herausforderungen. Die Suche nach verheissungsvollen Partnerschaften, die sowohl fachlich, aber vor allem auch menschlich und kulturell zu FAU passen, bleibt ein fortlaufender Prozess. Ebenso verlangt die Abgrenzung unserer vielfältigen Angebote nach intensiver Abstimmung.

Was bleibt, ist eine Bildungslandschaft, die inspiriert, fordert und fördert. Am Beispiel der Digitalisierung wird Fortschritt zur Chance, wenn wir bereit sind, sie menschenzentriert und aktiv zu gestalten. In diesem Sinne blicken wir voller Tatendrang auf das Jahr 2025. Chris Stäubli

Ausgaben der Fachzeitschrift «blickwinkel» nachbestellen

Von 2015 bis 2023 gab FAU – Fokus Arbeit Umfeld die Zeitschrift «blickwinkel» zweimal im Jahr heraus. Jede Ausgabe konzentriert sich auf ein facettenreiches Thema und beleuchtet es aus unterschiedlichsten Perspektiven. Die letzte Ausgabe erschien Ende November 2023. Die einzelnen Ausgaben können zum Preis von CHF 10.– pro Heft inklusive Versand und solange Vorrat nachbestellt werden: «blickwinkel»-Ausgaben bestellen

Ausgaben der Fachzeitschrift «blickwinkel» nachbestellen

Von 2015 bis 2023 gab FAU – Fokus Arbeit Umfeld die Zeitschrift «blickwinkel» zweimal im Jahr heraus. Jede Ausgabe konzentriert sich auf ein facettenreiches Thema und beleuchtet es aus unterschiedlichsten Perspektiven. Die letzte Ausgabe erschien Ende November 2023. Die einzelnen Ausgaben können zum Preis von CHF 10.– pro Heft inklusive Versand und solange Vorrat nachbestellt werden: «blickwinkel»-Ausgaben bestellen

New Work

Auftakt zu einer agilen Reise

Von der Digitalisierung getrieben, haben sich neue agile Zusammenarbeitsmethoden wie Holacracy, SAFe, Scrum und Kanban etabliert. Doch welche passen zu welchen Herausforderungen, und wie setzt man sie effektiv ein? Diese Fragen bewegen nicht nur die Programmteilnehmenden von FAU, sondern auch die FAU-Mitarbeitenden.

Seit 2022 befindet sich FAU auf einer spannenden Reise hin zu mehr Agilität. Was als Idee für die neue Arbeitsplatzgestaltung begann, hat sich zu greifbaren Massnahmen entwickelt. Erste Kanban-Boards und Timeboxing für Teammeetings legten den Grundstein. Mit der Einführung der Kurse «New Work» und «Design Thinking» für die Teilnehmenden sowie agiler Frameworks in Projektmanagementkursen wurde 2023 ein weiterer Meilenstein erreicht. Nun ging es darum, dass die FAU-Mitarbeitende die neuen Arbeitsweisen selbst intensiv erleben. Bis Ende 2024 haben mehr als 60 Prozent der Mitarbeitenden am Kurs «New Work» teilgenommen, um die Prinzipien agiler Arbeit hautnah zu erleben und direkt anzuwenden.

Warum der Kurs «New Work»?
David Wittwer, FAU-Coach und Initiator der Schulung, erklärt: «Der Kurs ‹New Work› vermittelt nicht nur Prinzipien agiler Arbeit, sondern bereitet die Kursteilnehmenden gezielt auf die Herausforderungen des modernen Arbeitsmarktes vor. Wenn auch unsere Mitarbeitenden agile Methoden tiefgreifend verstehen, können sie Arbeitssuchende noch besser unterstützen. Gleichzeitig inspiriert der Kurs dazu, agile Ansätze in den eigenen Arbeitsalltag zu integrieren und in den Teams kollaborativ zusammenzuarbeiten.»

Der richtige Ansatz für jedes Projekt
Aber wann kommt welche agile Methode zum Einsatz? Dies fragten sich viele der FAU-Mitarbeitenden. Ganz einfach, sagt Kursleiterin und Agile Coach Cindy Eggs: «Die Stacey-Matrix hilft, den Einsatz agiler Methoden je nach Komplexität eines Projekts zu bewerten.» Sie zeigt, dass agile Ansätze wie Scrum oder Kanban besonders geeignet sind, wenn sowohl die Anforderungen als auch die Lösungswege am Anfang eines Projekts unklar sind. In stabilen, klaren Kontexten bieten traditionelle Methoden oft mehr Effizienz.

«Stop starting, start finishing!»
Der Kurs bot nicht nur Grundlagen, sondern auch konkrete Anwendungen von Scrum und Kanban. In Gruppenübungen erlebten die FAU-Mitarbeitenden die Stärken agiler Arbeitsweisen unmittelbar. Kursleiterin Cindy Eggs betonte: «Es ist mir wichtig, dass die Kursteilnehmenden lernen, wie Teams effizienter und fokussierter zusammenarbeiten.»

Eine Übung zur Kanban-Methode bereitete den FAU-Mitarbeitenden besonders viel Spass: das Falten von Papierbooten. Jeder und jede erhielt einen Arbeitsschritt zugewiesen. Dabei erlebten die Mitarbeitende den Unterschied zwischen Push- und Pull-Prinzipien: Beim Push-Prinzip wird Arbeit unkontrolliert weitergegeben, was zu Stress und Überlastung führt. Beim Pull-Prinzip hingegen wird Arbeit erst dann übernommen, wenn Kapazität vorhanden ist, wodurch ein gleichmässiger Arbeitsfluss entsteht. Diese Übung zeigt praxisnah, wie durch das Limitieren von Work-in-Progress die Zusammenarbeit entspannter und effizienter wird. Die zentrale Botschaft: Stop starting, start finishing!

«It’s not about me»
Ein weiteres Highlight war die Simulation der Scrum-Methode. Ziel war es, die Räumlichkeiten am Standort Zürich effizienter zu nutzen. Die Rollenverteilung machte deutlich: Der Product Owner verantwortet Priorisierung und Stakeholdermanagement, während der Scrum Master das Team moderiert und unterstützt. «It’s not about me», lautet das Motto des Scrum Masters, dessen neutrale Haltung entscheidend für den Erfolg ist.

Eine FAU-Mitarbeiterin, die die Rolle des Scrum Masters übernahm, reflektierte: «Es ist gar nicht so einfach, sich abzugrenzen und sich bei inhaltlichen Fragen zurückzunehmen. Gleichzeitig merke ich, wie wichtig es ist, den Gesamtüberblick zu behalten.» Die Übung zeigte deutlich: Klare Rollen und Strukturen verbessern die Zusammenarbeit, und manchmal ist es essenziell, Aufgaben abzugeben.

Innovative Wege der Zusammenarbeit
Eine zentrale Erkenntnis der FAU-Mitarbeitenden lautete: «Wenn wir Arbeit limitieren, haben wir mehr Zeit für die Dinge, die wir sonst liegen lassen.» Klare Strukturen, Verantwortlichkeiten und Teamfokus sind essenziell für eine erfolgreiche agile Zusammenarbeit. Der Kurs bot den FAU-Mitarbeitenden nicht nur wertvolle Einsichten in New Work, sondern auch konkrete Ansätze, um ihre Arbeitsweise anzupassen.

Seit Beginn der agilen Transformation setzten die Mitarbeitenden von FAU bereits einige konkrete Initiativen erfolgreich um. Dazu gehören unter anderem die Arbeitsorganisation im FAU-Studio-Team mittels Kanban sowie die Anwendung der Scrum-Projektmanagement-Methode in Kombination mit SMART-Zielen, die klar definiert und realistisch erreichbar sind. Das positive Feedback bestärkte auch die Geschäftsleitung von FAU: «Die Kombination aus bewährten Methoden und agilen Ansätzen erzielt die besten Ergebnisse. So können wir uns als FAU-Mitarbeitende und als Organisation kontinuierlich weiterentwickeln und innovative Wege der Zusammenarbeit gestalten.» Die Reise geht weiter, und wir sind gespannt auf die Ergebnisse!

Agile Ansätze wie Scrum oder Kanban sind besonders geeignet, wenn Anforderungen und Lösungswege am Anfang eines Projekts unklar sind.

Von der Digitalisierung getrieben, haben sich neue agile Zusammenarbeitsmethoden wie Holacracy, SAFe, Scrum und Kanban etabliert. Doch welche passen zu welchen Herausforderungen, und wie setzt man sie effektiv ein? Diese Fragen bewegen nicht nur die Programmteilnehmenden von FAU, sondern auch die FAU-Mitarbeitenden.

Seit 2022 befindet sich FAU auf einer spannenden Reise hin zu mehr Agilität. Was als Idee für die neue Arbeitsplatzgestaltung begann, hat sich zu greifbaren Massnahmen entwickelt. Erste Kanban-Boards und Timeboxing für Teammeetings legten den Grundstein. Mit der Einführung der Kurse «New Work» und «Design Thinking» für die Teilnehmenden sowie agiler Frameworks in Projektmanagementkursen wurde 2023 ein weiterer Meilenstein erreicht. Nun ging es darum, dass die FAU-Mitarbeitende die neuen Arbeitsweisen selbst intensiv erleben. Bis Ende 2024 haben mehr als 60 Prozent der Mitarbeitenden am Kurs «New Work» teilgenommen, um die Prinzipien agiler Arbeit hautnah zu erleben und direkt anzuwenden.

Warum der Kurs «New Work»?
David Wittwer, FAU-Coach und Initiator der Schulung, erklärt: «Der Kurs ‹New Work› vermittelt nicht nur Prinzipien agiler Arbeit, sondern bereitet die Kursteilnehmenden gezielt auf die Herausforderungen des modernen Arbeitsmarktes vor. Wenn auch unsere Mitarbeitenden agile Methoden tiefgreifend verstehen, können sie Arbeitssuchende noch besser unterstützen. Gleichzeitig inspiriert der Kurs dazu, agile Ansätze in den eigenen Arbeitsalltag zu integrieren und in den Teams kollaborativ zusammenzuarbeiten.»

Der richtige Ansatz für jedes Projekt
Aber wann kommt welche agile Methode zum Einsatz? Dies fragten sich viele der FAU-Mitarbeitenden. Ganz einfach, sagt Kursleiterin und Agile Coach Cindy Eggs: «Die Stacey-Matrix hilft, den Einsatz agiler Methoden je nach Komplexität eines Projekts zu bewerten.» Sie zeigt, dass agile Ansätze wie Scrum oder Kanban besonders geeignet sind, wenn sowohl die Anforderungen als auch die Lösungswege am Anfang eines Projekts unklar sind. In stabilen, klaren Kontexten bieten traditionelle Methoden oft mehr Effizienz.

«Stop starting, start finishing!»
Der Kurs bot nicht nur Grundlagen, sondern auch konkrete Anwendungen von Scrum und Kanban. In Gruppenübungen erlebten die FAU-Mitarbeitenden die Stärken agiler Arbeitsweisen unmittelbar. Kursleiterin Cindy Eggs betonte: «Es ist mir wichtig, dass die Kursteilnehmenden lernen, wie Teams effizienter und fokussierter zusammenarbeiten.»

Eine Übung zur Kanban-Methode bereitete den FAU-Mitarbeitenden besonders viel Spass: das Falten von Papierbooten. Jeder und jede erhielt einen Arbeitsschritt zugewiesen. Dabei erlebten die Mitarbeitende den Unterschied zwischen Push- und Pull-Prinzipien: Beim Push-Prinzip wird Arbeit unkontrolliert weitergegeben, was zu Stress und Überlastung führt. Beim Pull-Prinzip hingegen wird Arbeit erst dann übernommen, wenn Kapazität vorhanden ist, wodurch ein gleichmässiger Arbeitsfluss entsteht. Diese Übung zeigt praxisnah, wie durch das Limitieren von Work-in-Progress die Zusammenarbeit entspannter und effizienter wird. Die zentrale Botschaft: Stop starting, start finishing!

«It’s not about me»
Ein weiteres Highlight war die Simulation der Scrum-Methode. Ziel war es, die Räumlichkeiten am Standort Zürich effizienter zu nutzen. Die Rollenverteilung machte deutlich: Der Product Owner verantwortet Priorisierung und Stakeholdermanagement, während der Scrum Master das Team moderiert und unterstützt. «It’s not about me», lautet das Motto des Scrum Masters, dessen neutrale Haltung entscheidend für den Erfolg ist.

Eine FAU-Mitarbeiterin, die die Rolle des Scrum Masters übernahm, reflektierte: «Es ist gar nicht so einfach, sich abzugrenzen und sich bei inhaltlichen Fragen zurückzunehmen. Gleichzeitig merke ich, wie wichtig es ist, den Gesamtüberblick zu behalten.» Die Übung zeigte deutlich: Klare Rollen und Strukturen verbessern die Zusammenarbeit, und manchmal ist es essenziell, Aufgaben abzugeben.

Innovative Wege der Zusammenarbeit
Eine zentrale Erkenntnis der FAU-Mitarbeitenden lautete: «Wenn wir Arbeit limitieren, haben wir mehr Zeit für die Dinge, die wir sonst liegen lassen.» Klare Strukturen, Verantwortlichkeiten und Teamfokus sind essenziell für eine erfolgreiche agile Zusammenarbeit. Der Kurs bot den FAU-Mitarbeitenden nicht nur wertvolle Einsichten in New Work, sondern auch konkrete Ansätze, um ihre Arbeitsweise anzupassen.

Seit Beginn der agilen Transformation setzten die Mitarbeitenden von FAU bereits einige konkrete Initiativen erfolgreich um. Dazu gehören unter anderem die Arbeitsorganisation im FAU-Studio-Team mittels Kanban sowie die Anwendung der Scrum-Projektmanagement-Methode in Kombination mit SMART-Zielen, die klar definiert und realistisch erreichbar sind. Das positive Feedback bestärkte auch die Geschäftsleitung von FAU: «Die Kombination aus bewährten Methoden und agilen Ansätzen erzielt die besten Ergebnisse. So können wir uns als FAU-Mitarbeitende und als Organisation kontinuierlich weiterentwickeln und innovative Wege der Zusammenarbeit gestalten.» Die Reise geht weiter, und wir sind gespannt auf die Ergebnisse!

FAU ALV

Persönliches Coaching im Zentrum

Die grosse Nachfrage nach dem Angebot von FAU ALV ist erfreulich. Das bedingt aber auch mehr Ressourcen. Nie in den vergangenen fünf Jahren haben die Coaches, gemessen an ihrem Arbeitspensum, so viele Teilnehmende begleitet wie im Jahr 2024. Automatisierte Prozesse im Berichtswesen helfen, dass mehr Zeit für das persönliche Coaching vorhanden ist.

Wie wirkt das Angebot von FAU ALV, und wie lässt sich der Kompetenzzuwachs der Programmteilnehmenden messen? Die Stellenantrittsquote von 74 Prozent gibt nur einen Anhaltspunkt, wie erfolgreich die Massnahme ist. Das Audit nach ISO 9001:2015 im vergangenen Jahr zeigte auf, dass die Ziele smart definiert werden müssen – spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert. Insbesondere der Messbarkeit wurde bis anhin deutlich zu wenig Beachtung geschenkt. Bei all den individuellen Zielen auch kein einfaches Unterfangen.

Gezielte Kompetenzentwicklung mit messbarem Erfolg
Eine Projektgruppe widmete sich der Herausforderung. Und das Resultat ist weit mehr als von der Auditorin eingefordert. Beim Programmeintritt werden aus acht Kompetenzbereichen die für eine erfolgreiche Stellensuche wichtigsten in einer Zielvereinbarung individuell definiert. Die Stellensuchenden schätzen sich dabei selber ein, wo sie sich in den entsprechenden Themenbereichen auf einer Skala von eins bis zehn sehen. Individuell erarbeiten die Stellensuchenden zusammen mit den Coaches die Massnahmen, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Beim Zwischenbericht nach drei Monaten Einsatzdauer und beim Schlussbericht werden die Werte wiederum abgeholt. Somit zeigt sich, in welchen Themenbereichen, wie beispielsweise Auftrittskompetenz, Fach- und Methodenkompetenz, Netzwerkkompetenz oder Publikationskompetenz, die grössten Kompetenzsteigerungen zu verzeichnen waren.

Das sind für FAU wichtige Zahlen. Erstmals wird systematisch ausgewertet, in welchen Themenbereichen der grösste Bedarf vorliegt und wie erfolgreich die Arbeit im Coaching und bei den Bildungsangeboten war. So lässt sich das Kurs- und Seminarangebot zukunftsgerichtet planen und die Personalpolitik gestalten. Das Projekt führte auch zu einem automatisierten Berichtswesen. Auf Knopfdruck werden die Berichte vom System generiert und enthalten neben den persönlichen Personendaten alle definierten Ziele sowie den Kompetenzzuwachs. Die Coaches ergänzen die Berichte mit den Erfahrungen aus der Zusammenarbeit. Somit werden die Berichte deutlich effizienter und gleichzeitig aussagekräftiger erstellt.

Hohe Nachfrage und maximale Auslastung
Die Nachfrage nach dem FAU-Angebot war 2024 ungebrochen hoch. Die Wartefrist von der Interessenbekundung bis zum Programmeintritt lag in allen Standorten meist bei zwei bis drei Monaten. Die Auslastung ist von 101 Prozent im Vorjahr auf 103 Prozent im Jahr 2024 gestiegen. Was auf den ersten Blick nicht nach einer grossen Veränderung aussieht, ist bei einer genauen Analyse der Zahlen nur dank einem nochmals grösseren Engagement der Coaches überhaupt möglich. Denn im Vergleich zum Vorjahr wurden die zehn Jahresplätze von FAU Studio nun dem Bereich FAU ALV zugerechnet. Zwar erhöhten sich die personellen Ressourcen um rund 60 Stellenprozente auf 13,5 Vollzeitstellen, die Einsatztage der Teilnehmenden stiegen jedoch anteilsmässig deutlich markanter von 42 023 auf 45 918 Tage. Die persönliche Auslastung der Coaches war 2024 so hoch wie nie in den letzten fünf Jahren. Ein besonderes Augenmerk für das laufende Jahr liegt deshalb auf der umsichtigen Ressourcen- und Personalplanung. Robert Hansen

FAU IV

Nachhaltige Reintegration heisst ankommen und bleiben

Jenny Haus, FAU-IV-Bereichsleiterin, zieht eine positive Bilanz für 2024. Die individuelle Begleitung spielt eine entscheidende Rolle, um IV-Kundinnen und -Kunden langfristig in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Dabei ist es essenziell, Herausforderungen transparent zu benennen und gezielt zu lösen.

«Gelungene Integrationen sind Win-win-Situationen.»

Jenny Haus, Leiterin FAU IV

Was waren die Highlights bei FAU IV im Jahr 2024?
JENNY HAUS: 2024 war ein erfolgreiches und spannendes Jahr für FAU IV. Die individuelle Begleitung blieb und bleibt weiterhin strategisch wichtig, um die IV-Kundinnen und -Kunden nachhaltig in den Arbeitsmarkt zurückzuführen. Nach wie vor gilt: Herausforderungen sollten offen angesprochen und erfolgreich bewältigt werden. Unser Fokus liegt dabei klar auf der nachhaltigen Reintegration in den ersten Arbeitsmarkt. Ein wichtiger erster Schritt ist dabei der schnelle Kontakt mit den Arbeitgebern, sodass die Kundinnen und Kunden den Wiedereinstieg erproben sowie Perspektiven entwickeln können. Gemeinsam mit unseren Coaches entwickeln sie Bewerbungsstrategien, erstellen Kompetenzprofile und aktualisieren ihre Bewerbungsunterlagen. So gelingt es uns jedes Jahr, 30 Prozent der Kundinnen und Kunden erfolgreich in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Besonders stolz bin ich auch auf mein Team. Es arbeitet mit grossem Engagement, hoher Professionalität und einem ausgeprägten Verantwortungsbewusstsein. Dank der Vergrösserung unseres Teams konnten wir unsere Arbeit stabil vorantreiben und die Kommunikation mit dem Auftraggeber intensivieren.

Gab es auch herausfordernde Situationen?
Herausforderungen gibt es immer. Viele unserer Kundinnen und Kunden haben komplexe gesundheitliche Einschränkungen, die eine sofortige Vermittlung erschweren und eine intensive Betreuung erfordern. Gleichzeitig ist es wichtig, unseren Auftraggebern zu vermitteln, was Arbeitsintegration leisten kann und wo ihre Grenzen liegen. Trotz dieser Herausforderungen sind wir optimistisch. Die Motivation der Kundinnen und Kunden, ihre persönliche und berufliche Situation zu stabilisieren sowie den Schritt in den Arbeitsmarkt zu wagen, ist in der Regel hoch.

Erfreulicherweise gibt es viele Unternehmen in unterschiedlichsten Branchen, die unseren Kundinnen und Kunden gegenüber aufgeschlossen gegenüberstehen und offen sind, Reintegrationschancen wahrzunehmen. Es ist eine Win-win-Situation: Die Unternehmen profitieren von hochqualifizierten Arbeitskräften, und die IV-Kundinnen und -Kunden können wieder im beruflichen Umfeld Fuss fassen, Selbstvertrauen gewinnen und oft sogar eine Anschlusslösung in Form eines Stellenangebots erhalten.

Was steht auf der Agenda für 2025?
Im kommenden Jahr planen wir eine weitere Optimierung unserer internen Prozesse, um das Stellennetzwerk auszubauen und die Zusammenarbeit mit den Arbeitgebern zu intensivieren. Unser Team wächst kontinuierlich. Deshalb legen wir grossen Wert darauf, unser Know-how zu teilen und regelmässig Erfolge sowie inspirierende Geschichten sichtbar zu machen – beispielsweise, wenn eine Kundin oder ein Kunde einen neuen Job gefunden hat. Unser Fokus liegt darauf, nach aussen zu wirken – und wir unterstützen unsere Kundinnen und Kunden dabei, es ebenfalls erfolgreich zu tun.

Damian Bürgin, Teilnehmer FAU IV

«Die Erkenntnis, angstfrei arbeiten zu können, war befreiend»

Nach seinem Diplom als Pflegefachmann HF für Psychiatrie absolvierte Damian Bürgin ein Medizinstudium. Nach zwei Jahren klinischer Tätigkeit als Arzt für Innere Medizin begann er zusätzlich ein MD-PhD-Programm. Vielleicht war das zu viel, denn im April 2023 kam der Zusammenbruch. Mit dem Aufbautraining bei FAU IV, das er im März 2024 begann, gewann er wieder Sicherheit und Selbstvertrauen.

Aller Anfang ist schwer – das erlebte auch Damian Bürgin. Selbst zwei Stunden tägliche Anwesenheit bei FAU bereiteten ihm anfangs Kopfschmerzen. Heute schätzt er die langsame Steigerung der Präsenzzeit: «Ich musste wieder lernen, zu funktionieren – wenn auch nur kurz. In einem geschützten, druckfreien Umfeld gelang mir das zunehmend besser.»

Zeit für ein Herzensprojekt
Im Aufbautraining half sicher auch, dass die Teilnehmenden Zeit hatten, sich einer sinnvollen Aufgabe zu widmen, etwa einer Projektarbeit, meint Damian Bürgin. «Lange überlegte ich, ob ich ein Thema wählen soll, das mir als Arzt einen direkten Nutzen bringt. Letztlich entschied ich mich für etwas, das mir besonders am Herzen liegt – meine Leidenschaft für historische Recherchen im medizinischen Kontext.» So entstand seine Facharbeit «Fleischkonsum damals und heute». «Durch die Auseinandersetzung mit dem Thema merkte ich, dass ich wieder mit Druck umgehen kann und belastbarer bin. Vorher war das kaum möglich.»

Raum für Reflexion
Für Damian Bürgin zählte das Coaching zum Highlight seiner Zeit bei FAU: «Es half mir, mich intensiv zu reflektieren und innere Blockaden zu lösen. Besonders wertvoll war die Auseinandersetzung mit meiner beruflichen Zukunft.» Anfangs fiel es ihm schwer, sich einzugestehen, dass der Arztberuf vielleicht nicht das Richtige ist – doch die Erkenntnis, dass es berufliche Alternativen gibt, wirkte entlastend: «Der Druck fiel ab, und ich fühlte mich wieder selbstsicher und motiviert.»

Neue Perspektiven
Eins führte zum anderen, und so war Damian Bürgin entschlossen, sich um ein Arbeitstraining am Institut für Medizingeschichte zu bewerben – trotz fehlender Ausbildung als Archivar. «Nach einem gescheiterten Arbeitsversuch in der Psychiatrie wurde mir klar, dass das klinische Umfeld nicht zu mir passt. Ich schrieb das Institut direkt an – und wurde genommen!», erzählt er lächelnd. «Ich geniesse es, mich vertieft mit historischen Themen zu befassen, ich verspüre weniger Druck und schätze es sehr, in einem kleinen Team zu arbeiten, eine ganz andere Welt als die Medizin.»

Arbeiten ohne Angst
Eine der wertvollsten Erkenntnisse, die Damian Bürgin aus seiner Zeit bei FAU und dem Arbeitstraining gewonnen hat: Er kann angstfrei arbeiten. «Ich habe sehr hohe Erwartungen an mich selbst – und dadurch oft Angst zu versagen», erzählt er. «Im Coaching wurde ich ernst genommen und konnte mich Schritt für Schritt davon lösen. Die Erkenntnis, angstfrei arbeiten zu können, war befreiend.» Zugleich stärkte er sein Selbstwertgefühl und lernte, für sich und seine Bedürfnisse einzustehen. Sein Rat an andere Teilnehmende: «Seid offen für den Prozess. Auch wenn ihr noch nicht wisst, wohin die Reise geht – FAU gibt euch die Zeit, es herauszufinden.»

Bianca Biegiesch, Teilnehmerin FAU Studio

«Die Zeit bei FAU war in jeder Hinsicht sehr bereichernd»

Kreativtextpertin Bianca Biegiesch war bis Ende Mai 2024 Teilnehmerin bei FAU und nutzte das Fachcoaching-Angebot bei FAU Studio, um Artikel zu schreiben, ein Imagevideo mit dem Smartphone zu drehen und eine Website zu erstellen.

«Auf FAU bin ich gestossen, weil ich gezielt nach einer professionellen Betreuung in Sachen Standortbestimmung und nach fachlichem Coaching gesucht habe

Wie bist du zu FAU gekommen?
BIANCA BIEGIESCH: Ursprünglich komme ich aus Deutschland, wo ich Germanistik und Anglistik studiert habe, bevor ich in die Schweiz gezogen bin und in der Unternehmenskommunikation, im Kundendienst und als Texterin gearbeitet habe. Ich bin auf das FAU-Programm gestossen, weil ich gezielt nach einer professionellen Betreuung in Sachen Standortbestimmung und nach fachlichem Coaching gesucht habe, um meine Arbeitsproben und Referenzen zu erweitern sowie alternative Berufsmöglichkeiten auszuloten.

Du hast bei FAU einige Projekte umgesetzt. Auf welches bist du besonders stolz?
Auf das Interview, das ich mit einem bekannten Neurowissenschaftler zum Thema Lernmethoden geführt habe. Zum einen interessiert mich das Thema persönlich sehr, zum anderen habe ich bei der Umsetzung des Artikels auch fachlich viel gelernt, zum Beispiel über Recherche und den Aufbau eines Interviews. Auf das Ergebnis bin ich sehr stolz, zumal mir auch bescheinigt wurde, dass der Artikel hochkarätig und absolut gelungen ist.

Welche weiteren Projekte konntest du umsetzen?
Was ich auch sehr gerne und mit viel Spass gemacht habe, war das Imagevideo. Von Videodreh und -schnitt hatte ich vorher null Ahnung. Aber im Handy-Bewerbungsvideo-Workshop und dank der Unterstützung einer Fachcoach habe ich gelernt, worauf es technisch ankommt, worauf bei Beleuchtung und Ton zu achten ist, wie ein Video geschnitten wird, und konnte dann das Video tatsächlich selbst produzieren. Also schneiden, den Ton bearbeiten und mit Musik hinterlegen. Auch auf dieses, mein allererstes Video bin ich sehr stolz. Und dann ist da noch die Website, die ich erstellt habe: kreativtextpertin.ch. Die Idee dafür hatte ich zwar schon länger im Hinterkopf, ich scheiterte aber an technischen Problemen, das so umzusetzen, wie ich mir das vorstellte. Aber mit der Hilfe einer weiteren Fachcoach konnte ich diese Hürden überwinden und die Website sowohl kreativ wie auch nutzerfreundlich gestalten. Auch in diesem Projekt steckt sehr viel Arbeit, und ich war froh, dass ich fachliche Unterstützung erhielt.

Was nimmst du für dich beruflich und persönlich aus deiner Zeit bei FAU mit?
Sehr viel. Im beruflichen Bereich konnte ich mich standortmässig neu finden und ein zweites Standbein als Kursleiterin aufbauen, worauf ich nie – wirklich niemals – selbst gekommen wäre. Ich arbeite bereits nebenberuflich in diesem Bereich und sehe da langfristig grosses Entwicklungspotenzial. Auf persönlicher Ebene wiederum waren die Begegnungen mit den anderen Teilnehmenden sehr wertvoll, allein schon der Austausch über die Herausforderungen bei der Stellensuche. Auch die Kurse, die ich besuchen konnte, waren sehr gehaltvoll, da konnte ich viel für mich mitnehmen. Kurz gesagt, hat die Zeit bei FAU einerseits viel Spass gemacht und war in jeder Hinsicht sehr bereichernd.

Bianca Biegieschs Projekte:

Holger Klatt, Teilnehmer FAU ALV

«Ein kompetenter Rundum-Support»

Holger Klatt startete Ende September 2024 bei FAU – Fokus Arbeit Umfeld in Zürich. Sein Aufenthalt war kurz, aber wirkungsvoll: Schon im Februar 2025 trat er seine neue Stelle an – mit neuem Selbstbewusstsein und einem erweiterten Netzwerk, das ihm den Wiedereinstieg erleichterte.

Nach einer Lehre als Speditionskaufmann sammelte Holger Klatt über 30 Jahre Erfahrung in der Logistikbranche, unter anderem als Projektleiter, Vice President und Direktor Geschäftsentwicklung. «Als ich Ende September zu FAU stiess, war ich bereits seit einem Jahr auf Jobsuche und meine Zuversicht auf einem Tiefpunkt. Ich brauchte dringend einen Tapetenwechsel – und FAU kam genau zur richtigen Zeit.»

Mehr als nur Bewerbungen schreiben
FAU bot Holger Klatt weit mehr als klassische Bewerbungstipps: «Mir war nicht bewusst, wie breit gefächert das Weiterbildungsangebot von FAU ist.» Besonders wertvoll fand er den Kurs «Erfolg durch innere Stärke». «Ich begann wieder, mich mit meinen eigenen Stärken, Zielen und Wünschen auseinanderzusetzen, statt nur Bewerbungen zu schreiben. Das hat mein Selbstvertrauen enorm gestärkt.»

Auch das Seminar «Bewerbungsdossier massgeschneidert» brachte ihm entscheidende Impulse. Mit Unterstützung einer Fachcoach überarbeitete er seinen Lebenslauf, machte ihn optisch ansprechender und inhaltlich prägnanter. «Ein weiteres Highlight war, dass FAU den Teilnehmenden die Möglichkeit bietet, in einer professionellen Umgebung und Infrastruktur eines Co-Working-Spaces zu arbeiten. Das hat mir das Gefühl gegeben, zur Arbeit zu gehen. Ein kompetenter Rundum-Support, der sich gelohnt hat.»

Mit neuer Energie ins Vorstellungsgespräch
Doch nicht nur die Kurse halfen ihm weiter – auch seine Coach bei FAU spielte eine entscheidende Rolle. «Sie hat mich gefordert, motiviert und mir gleichzeitig die Freude zurückgebracht.» Dieses neue Selbstbewusstsein zahlte sich aus: Er trat in Vorstellungsgesprächen souveräner auf und konnte sein erweitertes Netzwerk nutzen. Das Ergebnis? Ein neuer Job! Seit Februar 2025 arbeitet Holger Klatt als Manager Global Logistics Excellence bei einem Unternehmen in der Elektrotechnik- und Hochfrequenztechnik-Branche. «FAU war für mich der Schlüssel, um wieder durchzustarten.»

Das Beste an FAU? Die Menschen!
Auf die Frage, was ihm besonders gefallen hat, muss Holger Klatt nicht lange überlegen: «Ganz klar, die Menschen! Der Austausch mit anderen Teilnehmenden in ähnlicher Situation hat mir Mut gemacht und mir gezeigt: Ich bin nicht allein. Der Rahmen und die Unterstützung, die FAU bietet, haben mir den Antrieb gegeben, dranzubleiben und daran zu glauben, dass ich wieder einen spannenden Job finde. Und genau das ist mir gelungen.»

Kennzahlen

Unser Fokus im Jahr 2024 blieb der bewährte. Wir unterstützen unsere FAU-Programmteilnehmenden dabei, eine neue Stelle im ersten Arbeitsmarkt zu finden. Um unserem Namen gerecht zu werden, beinhaltet unser Fokus die individuelle Situation der Programmteilnehmenden bei der Stellensuche unter Berücksichtigung ihres persönlichen Umfelds. Unser bewährter Ansatz basiert auf den vier Säulen individuelles Coaching, Weiterbildung nach den persönlichen Bedürfnissen, Netzwerken mit Weggenossen und spezifische Projektarbeit.

Den publizierten Zahlen des SECO ist zu entnehmen, dass die durchschnittliche Arbeitslosenquote von 2,4% einer Zunahme um 0,4 Prozentpunkte gegenüber 2023 (2,0%) entspricht. Wir konnten diese Zunahme deutlich spüren. Alle Standorte waren das ganze Jahr durch ausgelastet und mussten Wartezeiten zwischen zwei und drei Monaten kommunizieren. Im Jahresmittel erreichten wir eine Gesamtauslastung im Bereich ALV von 104%, d.h. deutlich über dem im aktuellen Budgetrahmen möglichen Sollwert.

Auch der Bereich FAU IV erfreut sich weiterhin grosser Resonanz. Die Coaches arbeiten intensiv daran, die steigende Nachfrage nach unserem Angebot bewältigen zu können und gleichzeitig den Ansprüchen unserer Kunden und des Umfelds gerecht zu werden. Im Berichtsjahr konnten wir 104 Personen unterstützen, wovon 18 eine Anstellung im ersten Arbeitsmarkt finden konnten. Ein beachtliches Resultat, auf das wir stolz sein können!

Die positiven Rückmeldungen unserer Kunden aus allen Bereichen tun gut und bestärken uns darin, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Eva Jacobs

Individuelle Begleitung

Hat dich das Coaching unterstützt?
(227 Antworten)

Bewerbungsaktivitäten

Rückmeldungen der RAV-Beratenden: Hat sich die Teilnahme positiv auf die Bewerbungsaktivitäten der stellensuchenden Personen ausgewirkt? (87 Antworten)

Vermittlungsfähigkeit

Wie hat deine Teilnahme am FAU-Programm deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt verändert?
(227 Antworten)

Stellenantrittsquote

FAU ALV

Stellenantrittsquote 2024

Entwicklung Gesundheit IV 

Hat sich seit deinem FAU-Eintritt bei persönlichen und gesundheitlichen Themen eine positive Veränderung ergeben? 

Nachhaltige Veränderung IV 

Konntest du im Rahmen deiner persönlichen Standortbestimmung Erkenntnisse für deine private und/oder berufliche Zukunft sammeln (zum Beispiel in Bezug auf persönliche Verhaltens- und Denkweisen)?

Persönliche Entwicklung

Wie beurteilst du den allgemeinen Nutzen des FAU-Programms? (227 Antworten)

Zuweisende Kantone

FAU ALV

Testimonials

«Ich bin FAU sehr dankbar für die Rundumberatung und die Strukturierung meiner Bedürfnisse im Zusammenhang mit der Stellensuche und der weiteren beruflichen wie auch persönlichen Entwicklung. FAU hat mich mit der Auswahl an vielfältigen und arbeitsmarktrelevanten Kursen und Seminaren sehr positiv überrascht. Auch meine Coach hatte stets ein offenes Ohr, viel Einfühlungsvermögen, ging individuell auf meine Bedürfnisse und Herausforderungen ein und hat mich hervorragend bei der Wahl der Strategien und Prioritäten für ein ausgewogenes Berufs- und Privatleben beraten. Dank FAU habe ich auch mein persönliches Netzwerk erweitert und viele interessante Menschen in einer ähnlichen Lebenslage kennengelernt, was sich positiv auf meine Gesamtsituation ausgewirkt hat.»

«FAU ist eine sehr sinnvolle und vor allem unterstützende Möglichkeit, sich selbst zu reflektieren und weiterzuentwickeln und neuen Mut für die Stellensuche aufzubringen. FAU und vor allem meine Coach haben mir in dieser Zeit das Gefühl gegeben, ein wertvoller Kandidat für neue Herausforderungen zu sein, und damit meine Haltung und Wirkung gestärkt. Auch schwierige Situationen – etwa nach einer Absage – wurden sehr gut aufgefangen durch Analysen und wertvolles Feedback. Innerhalb weniger Wochen nach Beginn des Coachings bekam ich mehrere Einladungen zu Vorstellungsgesprächen und schliesslich das Jobangebot, das zu mir passt. Ich bin dankbar für die professionelle Unterstützung und kann FAU jedem Stellensuchenden empfehlen.»

«Die Teilnahme am FAU-Programm war in dieser Phase des beruflichen Übergangs unter verschiedenen Aspekten hilfreich: Die Tatsache, dass ich einen netten Co-Working-Space zur Verfügung hatte, war wichtig, um aus meiner üblichen Routine zu Hause auszusteigen, Ruhe zu finden, eine andere Perspektive einzunehmen und ein gewisses Gefühl der Zugehörigkeit zu haben. Ich habe alle Kurse, die ich besucht habe, als äusserst hochwertig empfunden, mit sehr gut vorbereiteten und professionellen Kursleitern. Glückwunsch zur Qualität der Kurse! Die 1:1-Coachings waren hilfreich, um auf meine spezifischen Bedürfnisse einzugehen, neue Perspektiven zu gewinnen und Klarheit zu schaffen.»

«Mit einem weinenden und einem lachenden Auge verabschiede ich mich von einer prägenden Zeit. Das Coaching war inspirierend und lehrreich, meine persönliche und berufliche Entwicklung wurde massgeblich beeinflusst. Die Seminare bereiteten mich optimal auf den Wiedereintritt in die Arbeitswelt vor. Die Vielfalt an Kursen ermöglichte nicht nur berufliches Wachstum, sondern auch persönliche Entfaltung. Das Kennenlernen neuer Kolleginnen und Kollegen bereicherte meine Zeit bei FAU. Die stets freundliche und zuvorkommende Behandlung machte meinen Aufenthalt unvergesslich. Danke für die wertvollen Erinnerungen!»

«Meine Zeit bei FAU war durchweg von einer angenehmen und reibungslosen Zusammenarbeit geprägt. Der Austausch zwischen den Teilnehmenden war äusserst bereichernd, und die neuen Kontakte erwiesen sich als sehr wertvoll. Das Netzwerk, das durch die gemeinsame Zeit entstand, hat nicht nur uns alle miteinander verbunden, sondern bietet auch langfristig eine starke Grundlage für künftige Zusammenarbeit. Die Kurse waren professionell und vielseitig gestaltet, was sie besonders inspirierend machte. Auch das begleitende Coaching hat sich als äusserst hilfreich erwiesen und war für meine Stellensuche von zentraler Bedeutung. Ich bin überzeugt, dass diese Erfahrung für mich einen nachhaltigen Mehrwert bietet.»

Kunstkarten

Let’s get creative!

Bei FAU – Fokus Arbeit Umfeld setzen alle IV-Teilnehmenden ein Fachprojekt um, wobei der Coach begleitend zur Seite steht. Dies kann ein Herzensprojekt sein, das die Teilnehmenden begeistert und motiviert. Entscheidend ist, dass es ihnen Freude bereitet! Ein besonders inspirierendes Beispiel stammt von:

  • Name: N. H.
  • Beruf: Architektin
  • Projekt: Kunstkarten
  • Technik: Collagieren
  • Prozess: Photoshop-Kenntnisse vertiefen

DOWNLOAD (PDF)

Impressum

TEXT, REDAKTION, KOORDINATION
Cécile Locher

TEXT, VIDEO
Iwon Blum

FOTOGRAFIE, BILDBEARBEITUNG
Simone Gloor, Bahoz Issa

GRAFIKEN
Anja Piffaretti

WEB-UMSETZUNG
Cécile Locher

HERAUSGEBER
FAU – Fokus Arbeit Umfeld
Bern, Luzern, St. Gallen, Zürich

fau.ch
info@fau.ch

© FAU - Fokus Arbeit Umfeld